Einmal Terrorist, immer Terrorist.
Terror unter Syriens Herrschaft: Al-Dscholani-Milizen massakrieren Tausende Drusen – mit IS-Symbolen und dem Ruf nach dem heiligen Krieg. Für die USA bleibt al-Dscholani dennoch der „syrische George Washington“. Was die erneuten Unruhen in Syrien für Rojava bedeuten, warum sich die Geschichte Bin Ladens zu wiederholen scheint – und welche Rolle Israel dabei spielt.

Amir Schumo ist Kurde aus Nordostsyrien (dem heutigen Rojava). Während der syrischen Revolution organisierte er Demonstrationen gegen das Assad-Regime und ist seither politisch aktiv.
Seit 2015 lebt Schumo in Deutschland, während Teile seiner Familie weiterhin in Syrien sind.
Er gilt als ausgewiesener Kenner der Region Syrien und ihrer Nachbarstaaten. Neben persönlichen Einblicken und Erfahrungen verfügt er über umfassendes Hintergrundwissen zu den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen vor Ort.
Für unsere Beiträge zu Syrien hat Amir Schumo uns bereits mehrfach mit seiner Expertise und wertvollen Anekdoten unterstützt.
Für weitere Beiträge von Schumo und uns zu Syrien, schaut in unserer Rubrik Syrien vorbei.
Der Mensch wird durch seine Vergangenheit geprägt, auch wenn sie oft ignoriert wird.
Die Taten von al-Dscholani in den letzten acht Monaten zeigen, dass er sich nicht zu einer demokratischen Person gewandelt hat. Sie zeigen, dass er immer noch der Terrorist ist, als der er in den letzten Jahren bekannt war.
Ein Dschihadist wird durch eine extreme und gewaltsame Auslegung des Islams motiviert. Er verfolgt seine religiösen oder politischen Ziele mit einem „heiligen Krieg“. Ob ein Dschihadist auch ein „zivilisierter Mensch“ sein kann, ist komplex und hängt von der Definition von „zivilisiert“ ab. George Joffe, ein Wissenschaftler, sagte in einem Interview mit der TAZ, dass Dschihadisten einen eigenen Wertekodex haben. Dieser Kodex rechtfertigt ihr Handeln aus ihrer Sicht, steht jedoch im starken Widerspruch zu den allgemein anerkannten Normen in modernen Gesellschaften. Ihr Verhalten gilt als unmoralisch und unakzeptabel. Ihre Weltsicht wird als intolerant und repressiv beschrieben.[1]
In unserem letzten Artikel „Herrscher und Mörder im Auftrag Gottes“ berichteten wir über die Massaker an Alawiten. Wir behandelten auch die Rolle der Islamisten, darunter HTS, in diesen Massakern.
Am 22.07.25 veröffentlichte die Untersuchungskommission, die von al-Dscholani beauftragt wurde, ihre Empfehlungen. Darüber reden wir nicht, denn ein Täter verurteilt sich nie selbst.
Wer sind die Drusen?
Die Drusen sind eine religiöse Minderheit mit einem eigenen monotheistischen Glauben. Sie leben hauptsächlich im Nahen Osten. In Syrien schätzt man ihre Zahl auf etwa 700.000 Menschen, was rund drei Prozent der Bevölkerung ausmacht. Die meisten Drusen leben in der Provinz Suwayda. Diese liegt im Südwesten Syriens und ist ländlich und bergig.
In Syrien gehören die Drusen zu den größeren Minderheiten, neben Kurden, Christen und Alawiten. Ihre religiöse Identität stammt historisch aus dem ismailitischen Islam, unterscheidet sich jedoch stark von anderen islamischen Gruppen. Die Drusen glauben an Wiedergeburt (Reinkarnation) und haben eine geheime Lehre, die nur wenigen Eingeweihten bekannt ist. Wegen ihres Glaubens werden sie von vielen Muslimen nicht als Muslime anerkannt.
Die Drusen in Syrien sind politisch und militärisch aktiv, besonders in den letzten Jahren während des Bürgerkriegs. Sie haben sich teilweise bewaffnet, um ihre Gemeinden zu verteidigen, und stehen oft im Konflikt mit islamistischen Gruppen. Israel hat sich mehrmals zugunsten der Drusen in Syrien eingemischt, unter anderem durch Luftangriffe auf gegnerische Gruppen. Israel sieht sich als Beschützer der Drusengemeinschaft.
In Israel leben etwa 150.000 Drusen, vor allem in den nördlichen Regionen wie Galiläa, im Carmel-Gebirge und auf den Golanhöhen. Diese Gebiete eroberte Israel 1967 von Syrien. Die Drusen in Israel sind Staatsbürger und dienen oft freiwillig in der israelischen Armee, auch in Führungspositionen. Sie gelten als loyal gegenüber dem Staat Israel. Die drusische Gemeinschaft ist dort offiziell anerkannt und sieht sich ethnisch als Araber, religiös jedoch als eigenständige Gruppe, nicht als Muslime.
Wer kämpft gegen Islamisten?
Der „Militärrat“ in Suwayda hat eine militärische und administrative Struktur. Sein Ziel ist es, die Sicherheits- und Militärangelegenheiten in Suwayda zu leiten. Die interne Struktur wird von externen Geheimdienstanweisungen beeinflusst. Der Rat selbst behauptet, dass er 22.000 Mitglieder hat. Die Fraktion besteht überwiegend aus der drusischen Gemeinschaft.
Der Rat wird beschuldigt, „mit Israel zu kooperieren.” Dies geschah zeitgleich mit Äußerungen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu. Er sprach über den Schutz der drusischen Minderheit im Süden Syriens und forderte die Entwaffnung der Regierung in Damaskus in den Provinzen Suwayda, Quneitra und Daraa.
Al-Shoufi, der Gründer des „Militärrats“ von Suwayda, betont seine Zusammenarbeit mit den Ländern der internationalen Koalition, die gegen den IS in Syrien und Irak kämpft. Er dankt allen, die seine Position unterstützen und zur Sicherheit der drusischen Gemeinschaft sowie zur Stabilität in der Region beitragen.
Al-Shoufi ist ein Offizier der ehemaligen Armee des Assad-Regimes. Er verließ 2015 das Regime, zeigte 2023 seine Unterstützung für die Bewegung in Suwayda und nahm an den Demonstrationen auf dem Karama-Platz teil. Damals war er Mitglied der „Syrischen Föderalistischen Bewegung“ und forderte einen dezentralisierten Staat in Syrien.
In seiner Gründungserklärung beschreibt der „Militärrat“ mehrere Aufgaben: den Schutz des Landes und der Ehre vor inneren und äußeren Bedrohungen, den Schutz von Eigentum, die Bekämpfung von Sicherheitsbedrohungen in Suwayda und den Schutz aller Bürger ohne Diskriminierung.
Seine Ziele sind klar:
- Sicherheit und Stabilität in Suwayda gewährleisten.
- Den gesellschaftlichen Zusammenhalt erhalten.
- Ein sicheres Umfeld für die Freiheit der Bürger schaffen.
- Mit allen Kräften zusammenarbeiten, die die Interessen des syrischen Volkes vertreten.
Die Vision des „Militärrats“ für Syrien ist ein säkulares, demokratisches und dezentrales Land. Es soll Gerechtigkeit und Gleichheit für alle garantieren. Der „Militärrat“ verwendet eine Flagge mit einer Karte Syriens, die auch von SDF genutzt wird. Die einzige Änderung ist der fünfzackige Stern der Drusen in der Provinz Suwayda.
Die Syrian Democratic Forces (SDF) sind ein 2015 gegründetes, kurdisch geführtes militärisches Bündnis aus verschiedenen ethnischen Milizen, darunter Kurden, Araber, Assyrer und andere Gruppen. Sie agieren als offizielle Streitkraft der Autonomen Verwaltung Nord- und Ostsyrien (Rojava) und wurden vor allem im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) bekannt. Die SDF sind eine progressive, in Teilen revolutionäre Kraft, und stellen aktuell die letzte, wenn auch wichtigste, ihrer Art da.
Der „Militärrat“ zeigt sich bereit zur Zusammenarbeit mit den SDF. Er lobt sie als Kraft, die ihr Land und Volk gegen Terrorismus und Diktatur verteidigt. Er unterstützt auch die Forderung von Hikmat al-Hajri, dem drusischen spirituellen Oberhaupt.
Der Militärrat und die Drusen haben fast die gleichen Forderungen wie die SDF und die Kurden in Syrien. Das gefällt den islamistischen Herrschern Syriens nicht.
Was geschah in Suwayda?
Nach Festnahmen zwischen Drusen und Beduinen kam es zu Gewalt. Ein junger Mann aus Suwayda wurde angegriffen. Dies geschah auf der Straße zwischen Damaskus und Suwayda. Eine bewaffnete Beduinen-Gruppe errichtete eine Straßensperre nahe „Al-Masmiya“ – Sie hielten den jungen Mann auf, schlugen ihn und raubten ihn um seinen Besitz. Schließlich ließen sie ihn schwer verletzt in einem abgelegenen Gebiet frei.
Am nächsten Tag, Sonntag dem 13.07., gab es gewalttätige Zusammenstöße zwischen drusischen Kämpfern und Beduinen – Dabei starben mehr als 100 Menschen. Die Behörden von al-Dscholani kündigten an, Sicherheitskräfte zu entsenden, um die Lage zu stabilisieren und die Kämpfe zu beenden.
Vor Ort sah die Situation jedoch anders aus. Die dem syrischen Verteidigungsministerium zugeordneten Einheiten sind überwiegend islamistisch geprägt und betrachten die drusische Gemeinschaft in religiöser Hinsicht als Ungläubige. Diese Verbände verfügten über schweres militärisches Gerät, darunter Panzer und Artilleriegeschütze. In Kooperation mit beduinischen Gruppierungen kam es zu einer massiven Gewaltausübung gegen die drusische Zivilbevölkerung, die in einem Massaker resultierte. Viele Zivilisten wurden dabei getötet. Die Bilder von den Massakern an Alawiten an der Küste Syriens wiederholen sich in Suwayda. Laut dem Bericht der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte vom 28.07.25 ist die Zahl der Todesopfer seit Sonntagmorgen, dem 13. Juli, auf 1420 gestiegen. Diese stammen aus Zusammenstößen, lokalen Hinrichtungen und israelischen Bombardierungen. [2]
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat erschreckende Videos erhalten, die schwere Verstöße gegen zwei Mitglieder der drusischen Gemeinschaft zeigen. Die Täter sind Angehörige des Innen- und Verteidigungsministeriums sowie bewaffnete Stammesangehörige.
Ein Video zeigt die Leiche eines Drusen. Sein Kopf wurde vom Körper getrennt und auf der Straße zurückgelassen. Ein anderes Video aus der gleichen Gegend zeigt die Leiche erneut, diesmal noch mit Kopf. Neben der Leiche stehen Kämpfer des Innen- und Verteidigungsministeriums, die „Allahu Akbar“ rufen, während sie die Szene filmen.
Die Übereinstimmung von Körper, Kleidung und Ort deutet darauf hin, dass die Enthauptung nach dem Tod geschah.
In einem weiteren Video, das von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte dokumentiert wurde, ist der Leichnam eines drusischen Kämpfers zu sehen, der deutliche Spuren schwerer Misshandlung aufweist. Über dem Körper wurde Karton platziert; offensichtlich bestand die Absicht, diesen mit einem Feuerzeug zu entzünden. Das Videomaterial endet mit der Intervention einer Person, die ausdrücklich darum bittet, von einer weiteren Aufzeichnung des Verbrennungsvorgangs abzusehen. Im Hintergrund sind mehrere, in Militär- und Stammesuniformen gekleidete Personen zu hören, die vulgäre und beleidigende Parolen skandieren.[3]
Überwachungskameras zeigen mehrere Übergriffe und Diebstähle in Suwayda. [4]
Videoaufnahmen dokumentieren, wie Männern mit Gewalt ihre Schnurrbärte entfernt wurden. Dieses Vorgehen rief erhebliche Empörung hervor, da der Schnurrbart innerhalb der drusischen Gemeinschaft ein zentrales Symbol religiöser und sozialer Identität darstellt. Insbesondere unter den Drusen gilt der Schnurrbart als Zeichen des Glaubens und ist eng mit der kollektiven Zugehörigkeit und Würde verknüpft. Das erzwungene Abrasieren stellt daher nicht nur eine physische, sondern auch eine gezielte symbolische Demütigung der Betroffenen dar.[5]
Überwachungskameras zeigen die Hinrichtung eines Bürgers in Suwayda. Er wurde von Mitgliedern des Verteidigungs- und Innenministeriums gefasst:
Ein weiters Video, selbst aufgenommen von den Kämpfern des „Verteidigungsministeriums“, d.h. HTS-Terroristen, zeigt wie syrische Regierungstruppen eine Schar an knieenden Männern hinrichtet.
Einer dieser Männer, Saraya Hosam, war ein US-amerikanischer Staatsbürger: [6]
Die Taten der islamistischen Herrscher zeigen eine ethnische Säuberung gegen die Drusen. Sie werden von ihrer Schattenarmee, den „Stämme- und Klan-Milizen des Beduinen“, unterstützt.
Das syrische Innenministerium sieht den Militärrat in Suwayda als illegale Gruppe. Im Gegensatz dazu gelten die „Stämme- und Klan-Kräfte des Beduinen“ als „bewaffnete Einheimische“. So bekommt diese Schattenarmee etwas Legitimität.[7]
Diese Taktik verschleiert die wahre Natur der Angriffe: eine von Damaskus gesteuerte Vernichtungspolitik gegen die Drusen.
Wer sind die Stämme- und Klan-Milizen der Beduinen?
Ursprung und Struktur:
Die sogenannten „Stämme- und Klan-Milizen“ sind vor allem im Osten Syriens aktiv, besonders in der Provinz Deir ez-Zor. Ihr Ziel ist es, gegen die SDF und die kurdische Region Rojava zu kämpfen und die Macht der arabischen Stämme zu stärken. Außerdem wollen sie den Einfluss der USA und der Kurden in der Region verringern.
Am 20. September 2023 kündigte Ibrahim al-Hafil, Scheich des arabischen Stammes „Al-Aqidat“, die Gründung einer „Armee arabischer Stämme“ an, die gegen die SDF kämpfen soll. Diese Ankündigung kam im Zusammenhang mit Kämpfen zwischen der SDF und rebellischen arabischen Stämmen in Deir ez-Zor. Al-Hafil rief Mitglieder seines Stammes dazu auf, die Bewegung finanziell zu unterstützen, und bat auch den Al-Baghara-Stamm um Hilfe.
Bereits am 31. August 2023 schloss sich Al-Hafil dem Aufstand der arabischen Stämme an und wurde Anführer der sogenannten „Arabischen Stammeskräfte“ – Dadurch wurde die Stadt Diban im Osten Syriens zum Zentrum dieser Bewegung.
Die „Arabischen Stammeskräfte“ unterstützen Ahmed Al-Khabil, genannt Abu Khawla, der ein abtrünniger ehemaliger SDF-Kommandant ist. Abu Khawla gehört zum Stamm Al-Bakir, der mit dem Al-Aqidat-Stamm verbunden ist. In einer durchgesickerten Audiobotschaft drohte Abu Khawla sogar Al-Hafil.
Im Jahr 2020 forderte Al-Hafil, dass die lokale Verwaltung in Teilen Rojavas an die arabischen Stämme von Deir ez-Zor übergeben werden soll, weil die SDF zu dieser Zeit die Kontrolle über wichtige Ölfelder übernommen hatte.
Wichtig ist auch, dass Al-Hafil während der Herrschaft des IS in Deir ez-Zor ein Unterstützer des IS war.

Die Operation Inherent Resolve, die Anti-IS-Koalition, informierte den US-Kongress darüber, dass die Stammeskämpfer sich als „vollständig integrierte Widerstandsbewegung“ darstellen.
Das Assad-Regime und seine iranischen Verbündeten unterstützen diese Bewegung offen auf der westlichen Seite des Euphrats. Dort erhielten die Kämpfer Nachschub und Waffenlieferungen. Mit diesen Mitteln führen sie Angriffe auf Dörfer auf der östlichen Seite des Flusses durch, die von der SDF kontrolliert werden.
Eskalation in Suwayda
Am 18.07.2025 fuhren islamistische Kämpfer des Innen- und Verteidigungsministeriums mit Panzern ins Zentrum von Suwayda. Gleichzeitig bombardierte Israel mehrere Ziele in Syrien mit Drohnen und Kampfjets. Als Reaktion gab das Verteidigungsministerium noch am selben Tag eine Erklärung ab; es kündigte den Rückzug aus Suwayda an.
Medienberichten zufolge war Israel bereit, die islamistischen Kämpfer in Suwayda für 48 Stunden zu dulden. Nach großen Verlusten zog al-Dscholani seine Einheiten aus der Provinz zurück.
Nach dem Rückzug erklärte die „Stämme- und Klan-Armee“ den Dschihad gegen die Drusen. Diese Milizen bestehen aus extremistischen Kämpfern, darunter etliche vom Islamischen Staat (IS). Es handelt sich um eine Mischung aus Fanatikern, Barbaren und gewaltbereitem Pöbel.
Sie setzen schwere Waffen ein, auch Kamikaze-Drohnen. Offenbar erhalten sie logistische Unterstützung vom al-Dscholani-Regime.
Diese Unterstützung umfasst vermutlich Waffen, Ausrüstung und Nachschub, um gemeinsame Gegner wie die Drusen zu schwächen.
Den Einsatz der Kamikaze-Drohnen kommentiert der kurdische Aktivist Dilshad Khalaf pointiert mit: „The American ambassador will probably say,“Maybe they‘re just for filming.““[8]
Die Begriffe „Pöbel“ oder „Barbaren“ sind stark und emotional. Doch die dokumentierten Taten dieser Gruppen machen solche Begriffe verständlich.
Auf etlichen der Videos sind die subventionierten Kämpfer zu sehen, wie sie Flicken- und Abzeichen des IS auf ihren Uniformen tragen:
Der absolute Großteil der Hinrichtungen scheint von den Terroristen selbst dokumentiert worden zu sein – auf einigen der Aufnahmen sieht man mehrere Kämpfer, die sich um die beste Aufnahme der Gräueltaten ringen.
Alex Crawford von Sky News, der aus Sweida berichtet, berichtete, dass al-Dscholanis Banden Häuser, Geschäfte und sogar Nutztiere plündern::
‚They’re taking out (…) all sorts of farm equipment, even farm animals, as they retreat with their weapons and anything else they can pick up. (…) This is all farming equipment, agricultural equipment. They’re taking anything they can get their hands on. (…) There’s not going to be alot for people to return back to“[9]
Die Sicherheitskräfte von al-Dscholani änderten häufig die Farbe ihrer Fahrzeuge und ihrer Kleidung und griffen die Drusen im Namen der sogenannten der Stämme- und Klan-Armee an:
Das wohl grausamste Video der Massaker in Suweida, dass wir euch Lesern hier ersparen wollen, zeigt die Misshandlung, Ermordung und posthume Enthauptung eines Drusen, umgeben von lachenden und Beleidigungen-rufenden Terroristen al-Dscholanis.
Das BBC-Team traf auf eine Zelle von IS-Kämpfern. Laut einem Zitat von BBC motivierte Abu Hudhaifa seine Kämpfer mit jihadistischen Parolen. Er sagte, die Gegner hätten die Ehre der sunnitischen Muslime verletzt. Das Ziel des Angriffs sei es, die „ungläubigen Drusen“ zu töten:
„Wir wollen keine Gefangenen. Schlachtet jeden, den ihr findet, egal ob Kind oder älterer Mensch“, erklärte er seinen Kämpfern“.
Im Gegensatz zu den Stammesgruppen, die meist aus der gleichen Sippe stammen, bestand Abu Hudhaifas Gruppe aus etwa 15 Kämpfern. Diese kamen aus verschiedenen Regionen Syriens. An ihren Dialekten konnte man erkennen, dass einige aus dem Osten kamen, während andere aus Aleppo und Idlib im Norden stammten.
Nach seiner Rede fragte ich Abu Hudhaifa nach seiner Zugehörigkeit. Er gab keine direkte Antwort und sagte nur, ihr Ziel sei es, „den Islam zu unterstützen und einen islamischen Staat zu errichten“. [10]
Rolle von Israel
Israel misstraut den regierenden Dschihadisten und will Ruhe im Norden. Daher zielt es darauf ab, Süd-Syrien zu entwaffnen. Eine Bedrohung durch islamistische Herrscher im restlichen Syrien sieht Israel derzeit nicht.
Es ist an dieser Stelle wichtig zu erwähnen, dass Israel u.a. mit der massenhaften Bombardierung Assads militärischer Infrastruktur die Machtübernahme durch die HTS-Terroristen massiv unterstützt hat – Al-Dscholani stelle für Israel, zumindest zu Beginn seiner Herrschaft, eine Möglichkeit zur Sicherung israelischer Kapitalinteressen in der Region da.
Nach mehreren Warnungen an al-Dscholanis Regime forderte Israel den Abzug aus Suwayda. Am 16.07.2025 griff Israel das syrische Verteidigungsministerium in Damaskus an und zerstörte es. Noch ein Angriff richtete sich auch gegen ein militärisches Ziel in der Nähe des Präsidentenpalasts. Damit setzte Israel ein klares Signal an al-Dscholani, seine Truppen aus Suwayda abzuziehen. Noch am selben Tag erklärte das syrische Verteidigungsministerium den Rückzug aus Suwayda.
Am Freitag, den 25.07.2025, trafen sich Vertreter des al-Dscholani-Regimes und Israels in Paris – Thomas Barrack, Botschafter der Vereinigten Staaten in der Türkei, vermittelte die Gespräche. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete ein Abkommen zwischen beiden Seiten. Es kam mit Hilfe den Vereinigten Staaten zustande.
Israels Interesse an der Unterstützung der Drusen ist offensichtlich nicht humanitär motiviert. Vielmehr verfolgt Israel strategische Ziele: Durch die Unterstützung der drusischen Gemeinschaft sichert es sich einen potenziellen Verbündeten innerhalb Syriens.
Das israelische Eingreifen, etwa durch den Luftschlag auf das syrische Verteidigungsministerium, ist in diesem Zusammenhang besonders aufschlussreich: Denn während des Massakers in Suwayda hätte Israel durchaus früher und gezielter eingreifen können. Dass dies nicht geschah, zeigt, dass es weniger um humanitäre Hilfe ging, sondern vielmehr darum, ein klares politisches Signal an Damaskus zu senden.
Für Israel steht fest: Syrien darf nicht erneut zur zweiten Front im Norden werden. In diesem Sinne ist Suwayda nicht nur aufgrund ethnischer Verbindungen oder seiner geografischen Lage im Süden Syriens von Interesse. Entscheidend ist vielmehr, dass sich unter dem Vorwand des Schutzes der Drusen in Südsyrien Kontrollpunkte errichten ließen; nur elf Kilometer von Damaskus entfernt.
Im Gebiet dieser neuen Kontrollpunkte gibt es keine Drusen – sie dienen einzig der Sicherung der israelischen Nordfront.
Das Abkommen regelt die Sicherheits- und Verwaltungslage im Süden Syriens.
Insbesondere in den Provinzen Suwayda, Daraa und Quneitra. Die wichtigsten Punkte lauten:
Suwayda unter US-Schirmherrschaft: Die Verwaltung der Provinz geht an die Vereinigten Staaten. Diese verpflichten sich, die Umsetzung des Abkommens zu überwachen.
- Sicherheitsrückzug: Stämme- und Klan-Milizen und Sicherheitskräfte ziehen sich aus den drusischen Gebieten zurück.
- Durchkämmung durch lokale Milizen: Drusische Kämpfer durchsuchen die Gebiete. So wird sichergestellt, dass keine Truppen vom al-Dscholanis Regime oder Stämme- und Klan-Milizen dort sind.
- Lokale Verwaltung: Es werden lokale Räte aus Suwayda-Einwohnern gebildet. Diese kümmern sich um Dienstleistungen und Verwaltungsangelegenheiten.
- Verstöße dokumentieren: Eine Sonderkommission hält alle Verstöße fest und berichtet direkt an die Vereinigten Staaten.
- Waffenkontrolle im Süden: In Daraa und Quneitra wird eine Entwaffnung durchgesetzt. Lokale Sicherheitskomitees dürfen keine schweren Waffen besitzen.
- Syrisches Regime darf nicht nach Suwayda: Alle Regimesstellen in Damaskus haben keinen Zutritt. Ausgenommen sind UN-Organisationen, die dort arbeiten dürfen.
Thomas Barrack: US-Sonderbeauftragter für Syrien oder ein Berater für einen Terrorist?
Thomas Barrack ist ein US-Politiker und Geschäftsmann libanesischer Herkunft. Er wurde 1947 geboren. Seine Karriere begann als Anwalt. Später wurde er in der Immobilienbranche bekannt. Er gründete Colony Capital und erwarb bedeutende Vermögenswerte. Dazu zählen das Plaza Hotel in New York und die Filmproduktionsfirma Miramax.
Barrack hatte hohe Ämter unter den US-Präsidenten Ronald Reagan und Donald Trump. Im Mai 2025 wurde er US-Botschafter in der Türkei. Es kam mit Hilfe der Vereinigten Staaten zustande.

Am 25. Im Mai 2025 erklärte der US-Sonderbeauftragte Thomas Barrack auf X, dass die Zeit für westliche Interventionen im Nahen Osten vorbei sei. Er betonte, dass das Sykes-Picot-Abkommen langfristiges Leid in Syrien gebracht hat. Diesen Fehler will man nicht wiederholen.
Barrack hob hervor, dass regionale Lösungen und respektvolle Partnerschaften jetzt wichtig sind. Der Wiederaufbau Syriens soll durch Einheit, Würde und Investitionen in die Bevölkerung geschehen. Mit dem Sturz des Assad-Regimes und der Aufhebung der Sanktionen sieht Barrack eine Chance auf Frieden und Wohlstand.[11]
Dieses Statement gab Hoffnung für ganz Syrien. Wenige Wochen später kam die Ernüchterung. Ein Sprecher von Trump sagte, die Vereinigten Staaten hätten einem umstrittenen Plan der neuen syrischen islamistischen Machthaber zugestimmt. Dieser Plan sieht die Eingliederung von Tausenden ausländischen Dschihadisten in eine neue Einheit der syrischen Armee vor. Laut Reuters handelt es sich um rund 3.500 Kämpfer, hauptsächlich Uiguren aus China und Turkestan. Diese Dschihadisten sollen der neuen 84. Division der syrischen Armee als separate Einheit beitreten – zusammen mit syrischen Soldaten.
Auf Nachfrage erklärte Barrack in Damaskus:
„Ich würde sagen, es besteht ein Verständnis – mit Transparenz.“
Er sagte, es sei besser, diese Kämpfer in staatliche Strukturen einzugliedern. So wären sie nicht sich selbst überlassen. Viele seien dem neuen Regime gegenüber „sehr loyal“.
Sehr loyal – aber gegenüber wem?
In Suwayda sieht man während des Massakers an Drusen auch ausländische Dschihadisten. Dazu gehören Kämpfer aus Turkestan und China.[12] Diese Dschihadisten sind nicht loyal zu einem Staat oder einer Idee von Demokratie. Sie folgen nur ihrem Glauben. Ihre Treue gilt nur denen, die denselben radikalen Weg gehen. Dieser Glaube hat sie nach Syrien gebracht.[13]
Al-Dscholani nutzt diese Loyalität. Er hat dasselbe Ziel wie sie: einen Gottesstaat zu schaffen – Wer glaubt, diese Gruppen wollen Demokratie oder einen Neuanfang in Syrien, liegt falsch und ignoriert die Wahrheit.
Wäre al-Dscholani ein demokratischer Übergangspräsident, würden ihn die Dschihadisten bekämpfen. Sie würden ihn nicht unterstützen. Es geht nicht um Freiheit oder Demokratie.
Es geht nicht um Loyalität. Es geht nur um Glauben. Aber Barrack ignoriert die Realität, selbstverständlich auch, weil sie mit al-Dscholani einen treuen Lakai in Damaskus haben.
Barrack als Berater für einen Terroristen
Am Mittwoch, dem 09.07.25, trafen sich im Volkspalast in Damaskus der US-Sonderbeauftragte Barrack und die SDF-Vertreter unter General Mazloum Abdi.
Sie sprachen über die Zusammenarbeit und den politischen Dialog zwischen Syrien und den Vereinigten Staaten, berichtete „Al-Ikhbariya al-Suriya“.
Nach dem Treffen erklärte Barrack, dass es für die SDF nur einen Weg gebe: den nach Damaskus. Er betonte, Föderalismus funktioniere in Syrien nicht.
Laut Barrack hat die syrische Regierung ein „ungeheures Engagement“ gezeigt, um die SDF in eine Nation, eine Armee und eine Regierung zu integrieren. Er merkte jedoch an, dass die SDF in ihren Reaktionen und Verhandlungen langsam sei.
Dieses Statement war ein klares Signal: Barrack stellt sich offen hinter al-Dscholani. Das stärkte die Position des neuen syrischen Regimes. Es fühlte sich ermutigt, alle kurdischen Forderungen abzulehnen.
Im Verständnis des Regimes und Barrack heißt „Integration“, dass die SDF entwaffnet wird. Ihre Mitglieder sollen einzeln unter dschihadistischer Führung eingegliedert werden. Es gibt keine eigenen Strukturen oder Einfluss.
Die SDF hingegen sieht „Integration“ jedoch anders: als kollektiven Eintritt in die syrische Armee. Sie will als eigenständige Einheit auftreten, mit klarer Kommandostruktur und politischem Mitspracherecht. So wäre sie nicht untergeordnet, sondern ein eigenständiger Akteur in der neuen Ordnung.
Akif Hasan (Politiker aus Rojava) beschreibt, was hinter den Türen in Damaskus zwischen dem al-Dscholani-Regime und der SDF geschah:
Das Treffen sollte offiziell um die Lage in Deir ez-Zor gehen. Doch schnell wurde klar, dass das eigentliche Ziel anders war: Die syrische Seite, mit Unterstützung Barrack, forderte die sofortige Auflösung der SDF und ihre Integration in die Armee des Regimes.
Abdi wies das entschieden zurück. Er betonte, dass sie nicht hier seien, um über das Ende der SDF zu verhandeln, sondern über die Zukunft von Deir ez-Zor.
Barrack blieb bei seiner Forderung. Er nannte eine militärische Rolle der SDF „inakzeptabel“ und wollte nicht darüber reden. Der Vertreter al-Dscholanis, Asaad al-Shibani, wurde schärfer in seinem Ton. Dennoch bot er keine Übergangslösungen oder Garantien an.
Als die SDF-Delegation diesen Druck ablehnte, verließen al-Shibani und Barrack den Raum. Die kurdische Delegation blieb allein zurück und verließ schließlich auch den Ort. Draußen begegneten sie al-Shibani. Er lächelte kalt und reichte ihnen die Hand. Es gab keine Erklärung oder Entschuldigung.
Das, was als politisches Gespräch begann, wurde schnell zu einem Machtspiel und einer Farce. Ignoranz, Respektlosigkeit und einseitige Forderungen prägten den Verlauf. Hasan erklärte, Damaskus sei für Dialoge ungeeignet. Er forderte ernsthafte, ausgewogene Gespräche auf neutralem Boden und unter internationaler Aufsicht.
Aus diesen Gründen wurde das nächste Treffen nach Paris verlegt. Frankreich spielt eine zentrale Rolle als Vermittler in den Verhandlungen. Zudem hat das Land die SDF lange im Kampf gegen den IS unterstützt.
Wie kann ein ernsthafter politischer Dialog stattfinden, wenn islamistische und faschistische Kräfte die Verhandlungen führen? Diese werden zudem von ihrem Berater Barrack unterstützt. Unter diesen Umständen wäre es sinnvoll, die Gespräche in ein neutrales Drittland oder nach Rojava zu verlegen.
Die zentrale Frage bleibt: Wie kann man von denen verlangen, die Jahre gegen dschihadistischen Terror gekämpft haben, jetzt die Waffen niederzulegen?
Sich diesen Kräften zu unterwerfen, wäre kein Kompromiss – es wäre Kapitulation!
Warum dürfen ausländische Dschihadisten eigene Kampfeinheiten bilden, aber die Kurden nicht? Sie kämpfen seit Jahren auf der Seite der Demokratie gegen die Barbarei.
Auch sie haben das Recht auf Selbstverteidigung und politische Repräsentation!
Mitte Juli sagte Barrack, al-Dscholani sei „der neue George Washington” Syriens.[14]
Professor Sarbast Nabi von der Universität Koya schrieb: „Was finden Barrack und andere US-Politiker so faszinierend an islamistischen Extremisten wie al-Dscholani?“
Bei einem Treffen in Saudi-Arabien lobte Donald Trump al-Dscholani als „großartig“. Er bezeichnete al-Dscholani als „jungen, attraktiven Kerl“ und „Kämpfer“. Doch al-Dscholani ist seit Jahren und noch immer der meistgesuchte Terrorist der Vereinigten Staaten, mit einem Kopfgeld von 10 Millionen Dollar.[15]
Das alte Muster vom „Freiheitskämpfer gegen die Sowjets“ scheint in Syrien zu wiederholen – Wir brauchen kaum eine Erinnerung daran, welche Art von „Freiheit und Frieden“ Bin Laden und seine Freiheitskämpfer am 11. September 2001 brachten.

Während Washington eine Nation gründete, steht al-Dscholani für ein System. Dieses beruht auf ethnischer Säuberung, religiöser Intoleranz und Gewalt gegen Minderheiten.
Professor Sarbast Nabi betont, dass dieser Vergleich eine Beleidigung der amerikanischen Geschichte ist. Er ist so grob, dass Washington, hätte er ihn gehört, vielleicht seine eigene Rolle in Frage gestellt hätte.
Außerdem vermittelt Barak die Friedensgespräche zwischen Israel und Syrien:
Am 12.07.25 (zwei Tage vor der Vorrückung Richtung Suwayda) sind nach Angaben aus Diplomatenkreisen Vertreter Israels und Syriens am Samstag in Aserbaidschan zusammengekommen.[16]
Es ist daher kein Wunder, dass al-Dscholani irritiert ist und denkt, ein grünes Licht erhalten zu haben, um mit schweren Waffen in Richtung Suwayda vorzurücken, um dort eine ethnische Säuberung wie an Syriens Küste zu beginnen.
Ist Rojava das nächste Ziel?
Als die Panzer des al-Dscholani-Regimes durch Suwayda rollten, feierten islamistische Kämpfer ihren „Sieg“. Sie planten, in die SDF-Gebiete einzumarschieren, um die letzte Bastion der Freiheit und die Kurden in Syrien zu vernichten.
Ein Beispiel ist der stellvertretende Provinzleiter von Homs für Medien und Medienbeziehungen. Er schrieb auf X: „Keiner steht uns im Weg, außer den SDF.“[17]
Doch nach der unerwarteten Niederlage in Suwayda kann das islamistisch geprägte Regime nicht einfach in die SDF-Gebiete vorrücken – es sei denn, die Türkei greift die SDF an. Doch ein türkischer Angriff erscheint unwahrscheinlich, da Frankreich und die USA die SDF nach wie vor unterstützen und sie als entscheidende Kraft im Kampf gegen den IS und den Terror in Syrien betrachten. Solange die USA in den SDF-Gebieten präsent sind, wird die Türkei keinen großangelegten Angriff starten.
Die SDF ist die einzige gut organisierte und bewaffnete Armee in Syrien. Nach dem Sturz des Assad-Regimes wird sie durch israelische Luftangriffe auf Lager und Militärziele weiter geschwächt.
Seit Monaten bereitet sich die SDF gezielt auf einen möglichen Angriff vor. Sie verstärkt ihre Verteidigung.
In einem exklusiven Interview mit Kurdistan24 betonte Walid Phares, ein ehemaliger Berater von US-Präsident Donald Trump, dass die kurdischen Streitkräfte die stärkste nichtstaatliche Macht in Syrien sind. Forderungen nach ihrer Entwaffnung ignorieren die komplexen Realitäten vor Ort.[18]
Auch die kurdische Führung macht deutlich, dass sie nicht bereit ist, sich politischen oder militärischen Diktaten zu beugen. Nach dem umstrittenen Damaskus-Treffen erklärte Farhad Shami, Leiter des SDF-Medienzentrums, im TV-Interview:
„Waffen niederzulegen ist für uns eine rote Linie. Wenn wir an Verhandlungen teilnehmen, dann verhandeln wir nicht über unsere Prinzipien.“[19]
Und Luqman Khalil, Mitglied der Generalleitung der SDF, stellte in einem offiziellen Statement klar:
„Bei jedem Angriff auf unser Volk und unser Land üben wir unser Recht auf Verteidigung aus. Wir haben uns für den Widerstand entschieden und setzen ihn bis zum Ende fort.“
Ein Angriff auf die SDF würde das Regime kostspielig zu stehen kommen. Das liegt an der guten militärischen Vorbereitung, der organisatorischen Struktur und der Kampferfahrung der SDF.
Fazit:
Solange ein Terrorist an der Macht ist, wird das Blut in Syrien weiterfließen. Sein islamistisch geprägtes Regime betreibt ethnische Säuberungen. Das Land bleibt instabil.
Was dieses Regime in den letzten Monaten angerichtet hat, übertrifft alles, was das Assad-Regime in 50 Jahren geschafft hat. Der syrische Bürgerkrieg hat sich unter al-Dscholani zu einem konfessionellen Krieg gewandelt. Die Spannungen zwischen der sunnitischen Mehrheit und den religiösen sowie ethnischen Minderheiten sind stark gewachsen. Thomas Barrack unterstützt al-Dscholani offen, was die Lage verschärft.
Der künftige „Washington Syriens“ könnte eines Tages einen Anschlag außerhalb Syriens verüben, ähnlich wie Bin Laden. Das alte Muster des Freiheitskämpfers gegen sowjetische Besatzer wiederholt sich jetzt in Syrien. Die Konsequenzen sind klar.
Suwayda leidet seit dem Abzug von al-Dscholanis Truppen weiter. Die Stadt steht unter harter Blockade. Das ist eine kollektive Bestrafung, weil sie sich dem Terror widersetzt hat.
Nach 14 Jahren Krieg verdienen die Menschen in Syrien endlich Frieden. Sie wollen ihr Land neu aufbauen – in einem dezentralisierten, föderalen Staat.
In den vergangenen acht Monaten floss in Syrien fast ausschließlich Blut – im Namen der staatlichen Souveränität. Immer wieder werden Flaggen des IS und anderer Terrorgruppen gehisst.
[1] https://taz.de/Wissenschaftler-ueber-Dschihadisten/!5015828/)
[2] https://www.syriahr.com/%d8%a7%d9%84%d8%b3%d9%88%d9%8a%d8%af%d8%a7%d8%a1-%d8%a8%d8%b9%d8%af-%d8%a7%d9%84%d9%85%d8%b9%d8%a7%d8%b1%d9%83-%d8%b4%d9%87%d8%a7%d8%af%d8%a7%d8%aa-%d8%ad%d9%8a%d8%a9-%d9%85%d9%86-%d8%a7%d9%84%d8%af/771707/
[3] https://www.syriahr.com/%d8%ad%d8%b1%d9%82-%d9%84%d9%84%d8%ac%d9%80-%d9%80%d8%ab%d8%ab-%d9%88%d9%82%d8%b7%d8%b9-%d8%b1%d8%a3%d8%b3%d9%87%d8%a7-%d8%aa%d8%b3%d8%ac%d9%8a%d9%84%d8%a7%d8%aa-%d9%85%d8%b5%d9%88%d8%b1%d8%a9/771578/
[4] https://x.com/syriahr/status/1948422553329893844
[5] https://x.com/syriahr/status/1945143569917882604
[6] https://x.com/AliKolo19/status/1947581954406420847/photo/2
[7] https://www.elnashra.com/news/show/1733128 )
[8] https://x.com/DilshadKhalaf/status/1946546036303860121
[9] https://x.com/SlavFreeSpirit/status/1946929762854662348
[10] https://www.bbc.com/arabic/articles/cvg4g8ndgwlo
[11] https://x.com/USAMBTurkiye/status/1925930900417548624
[12] https://x.com/SyrDemObs/status/1948001610547728732
[13] https://t.me/HoranFreeMedia/23990
[14] https://x.com/RojavaNetwork/status/1943991511525232842
[15] https://www.n-tv.de/politik/US-Praesident-Donald-Trump-trifft-Syriens-Ubergangs-Staatschef-Ahmed-al-Schaara-Junger-attraktiver-Kerl-article25768330.html
[16] https://www.stern.de/news/bedeutender-schritt–israelischer-und-syrischer-vertreter-kommen-in-baku-zusammen-35889188.html
[17] https://x.com/songa_younga/status/1944881591450579290
[18] https://www.kurdistan24.net/en/story/853954/former-trump-adviser-kurds-are-the-most-powerful-non-state-force-in-syria-disarmament-unlikely
[19] https://x.com/Ciwan_berxwedan/status/1948058385997578728

